Lehre Körbe… Eine Führung ohne Mitgefühl

Eine Führung mit leeren Körben hat nichts anzubieten!

Und die Apostel versammeln sich zu Jesus; und sie berichteten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. 

Und er sprach zu ihnen: Kommt, ihr selbst allein, an einen öden Ort und ruht ein wenig aus! Denn diejenigen, die kamen und gingen, waren viele, und sie fanden nicht einmal Zeit, um zu essen. 

Und sie fuhren in einem Boot allein an einen öden Ort; 

und viele sahen sie wegfahren und erkannten sie und liefen zu Fuß von allen Städten dorthin zusammen und kamen ihnen zuvor. 

Und als Jesus aus dem Boot trat, sah er eine große Volksmenge und wurde innerlich bewegt über sie; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, sie vieles zu lehren.  Markus 6:30 – 34 

Ich komme aus einer sehr kreativen Gesellschaft, mit berühmten Künstlern, Malern, Architekten, Denkern, renommierten Poeten, Elitesportlern; bezüglich der kulinarischen Spezialitäten können wir sagen, dass wir eine der angesehensten Küchen, mit den besten Köchen der Welt haben. Die Menschen sind vorhanden, die Methoden sind da, doch es findet keine Veränderung statt, denn es fehlt eine authentische Führung.

Sie scheitert in der Kommunikation, in den Idealen und in der Botschaft…das Volk glaubt ihnen nicht, und zerstreut sich in der konstanten Suche nach jemandem, der Mitgefühl hätte, der sich an ihren Platz stellen würde, der den Dialog anführen würde, der ihnen mit sensiblen Ohren zuhören würde, der sie mit einem Blick über das Sichtbare hinaus betrachten würde, und das in ihnen sehen würde, was man noch nicht sehen kann, mit Augen des Mitgefühls.

Die Statistiken bezüglich der Erziehung und der Verhaltensweise, dieser neuen Generation von Heranwachsenden, zeigen besorgniserregende Zahlen auf. Die Ausbildungsstätten und der Lehrkörper sagen, dass sie einer „leistungsstarken Generation“ gegenübertreten, aber, dass diese nicht vorbereitet ist. Sie sagen, dass die Problematik ihnen den Händen entschwindet, und dass sie Hilfe brauchen…und währenddessen folgen die Schäfchen weiterhin umherirrend einer nicht authentischen Führung, mit Körben ohne Mitgefühl! Sie sagen mir…WIR BRAUCHEN EUCH!

Von etwa 47 Millionen Einwohnen, sagen nur etwa 0,5 % der spanischen Bevölkerung, dass sie an Jesus Christus glauben, und ohne die katalanische Ethnie genauer zu analysieren, in welcher ich mit meiner Familie lebe und für die unsere Herzen schlägt, können wir sagen, dass sie einer der am wenigsten erreichten Gebieten mit dem Evangelium ist. Mehr als 48 % der spanischen Jugend bezeichnen sich als Agnostiker oder Atheisten.

Wie ist das Profil der Gemeinde in Gesellschaften wie dieser? Es reicht in die Bibel zu schauen, um zu sehen, dass die kirchlichen Gemeinschaften unglaublichen Herausforderungen gegenüber der Kultur ausgesetzt waren, welche auf ihre Moral abzielte (oftmals gab es keinen Unterschied zu den Heiden), zum Beispiel hatten die korinthischen Brüder die Herausforderung sich nicht „korinthisieren“ zu lassen. Die europäische Gesellschaft war damals stolz auf ihren großen Tempel der Aphrodite mit seinen 1000 Prostituierten. Der moralische Zustand von Korinth wird bildlich veranschaulicht in der Tatsache, dass das griechische Verb Korinthiazomai (Korinth begehen), die Bedeutung „Unzucht treiben“ bekam. Dr. Charles Ryrie.

Die Gemeinde selbst ahmt die Kultur nach. In den Lateinamerikanischen Städten sind wir eine Gemeinde der Straße, wir sind eher folklorisch geprägt, wir leben unsere Agape und unsere Beziehungen an den Türschwellen unserer Häuser aus, wir laden Unbekannte auf einen Mate oder ein Glas Wasser ein, und oftmals laden wir diese Leute in unsere Häuser ein und lassen sie an unseren Tischen sitzen, um uns mit ihnen auszutauschen. Wir gehen in ein Fußballstadion und wenn unser Team ein Tor schießt, dann umarmen wir euphorisch unbekannte Menschen in einem Akt tiefster Brüderlichkeit, Personen, die wir nie zuvor gesehen hatten…wir leben alles leidenschaftlich. Vielleicht sind wir wie Schafe auf der Suche nach einem Hirten aufgrund des BEDÜRFNISSES.

Wir leben seit etwa 17 Jahren abwechselnd in zwei wunderschönen Ländern wie Spanien und Portugal es sind, dessen Kulturen und Städte wunderbar sind, aber zweifelsohne leben wir in einem sehr atheistischen und agnostischen Europa, in dem das Konzept Gottes stetig abnimmt und in der Mehrheit der Personen gar nicht mehr existiert. Aus dem Pluralitätsgedanken wird hauptsächlich unsere Moral bestimmt, wo die Idee der der A-Moral und der Geschlechtergleichheit gewebt wird, die unsere Kinder dazu beeinflusst, so zu leben, wie sie sich fühlen. Die Idee von Absoluten und singulären, sichtbaren Unterscheidungen zwischen Mann und Frau werden durch gut durchdachte Lehrpläne der staatlichen Ausbildungsstätten ausgelöscht.

Vielleicht wirst du bei so einer Beschreibung mutlos und denkst, dass der Dienst in diesen Kulturen schwierig ist und wenig Veränderung stattfindet, aber das war keineswegs meine Intention. Ich will nur die Realität der Gesellschaft, in der wir leben aufzeigen. Es ist eine Gesellschaft mit einer politischen Führung ohne Mitgefühl. Sie warten auf Menschen wie dich und mich, um ihnen etwas Anderes anzubieten; etwas was sie von der Sklaverei des Pluralitätsdenkens wegbringt, welches ihre Ehen, ihre Kinder und ihre Freundschaften zerstört und sie leer zurücklässt. Es sind leidende Gesellschaften, die Jesus und die Frohe Botschaft seines Evangeliums brauchen, welche sie komplett verändert und sie vollumfänglich freimacht.

Fangen wir an … Was habe ich anzubieten? … MITGEFÜHL 

Jesus betrachtete die Menschenmenge ohne politische und religiöse Führung, was in ihm selbst ein Gefühl des Mitleids auslöste. Er war buchstäblich innerlich bewegt, was den Meister unserer Leben dazu brachte sie mehrere Stunden Worte ewigen Lebens zu lehren.

Wir können in diesen kurzen Versen beobachten, wie die Perspektive der Jünger auf die Menschenmenge herausgefordert wird sich zu verändern. Der Herr beginnt sein Werk in ihnen, was sie als Leitung in der Welt bestätigt, jedoch aber als Leiter mit leeren Körben. Sie waren nur mit sich selbst und ihren Plänen beschäftigt.

Sehen wir uns einmal an, was Carlos Morris in seinem Bibelkommentar dazu schreibt:

Der Bericht (v. 30). Zum ersten und einzigen Mal bezeichnet Markus die Jünger als Apostel. Die „Jünger“ oder „Schüler“ wurden zu „Aposteln“ oder „Gesandten“. Sie hatten schon über ein Jahr in der besten Bibelschule die es je gegeben hat zugebracht, mit niemand geringerem als dem Sohn Gottes als Ausbilder. Wir sehen wie sie ihren Bericht abgaben und dem Herrn „alles was sie getan und gelehrt hatten“ erzählten.“ Wir nehmen an, dass dies sowohl die Erfolge, als auch die Niederlagen beinhielt. Christus belohnt stets die Treue (siehe 1. Korinther 4:1-2)

Seine Intention (v.31) Bemerken wir die Zärtlichkeit seiner Einladung: „Kommt, ihr selbst…und ruht ein wenig aus.“ Er wollte sie alleine bei sich haben, in der Stille der Wüste. Sie mussten ihre physische und mentale Kraft wiederherstellen und dies alleine und in der Gemeinschaft mit dem Herrn.

Jesus genoss jeden ihrer Kommentare. Er war an den großartigen Geschichten und den erreichten Erfolgen ihrer anvertrauten Arbeit interessiert, aber auch an den Frustrationen, die sie dabei hatten. Es ist ein interessanter Gedanke, sich vorzustellen, dass er die Jünger mit den selben Augen betrachtete, wie die Menschenmenge zuvor. Er sah sie in einem Licht an, was nicht darauf schien wer sie waren, sondern auf das, wer sie werden könnten, wenn sie Buße täten und ihm glaubten.

Die scheinbar unangenehme Unterbrechung (v. 32-33). Jesus hätte die Anwesenheit der Menschenmenge, welche den Versuch des stillen Zurückziehens verhindert hatte, als eine unangenehme Unterbrechung ansehen können. Jedoch sah Jesus sie nicht als Unterbrechung oder Hindernis an, sondern mit Augen des Mitgefühls. Er fühlte sich weder gereizt noch ungeduldig, doch vernahm er ihre Verfassung und ihren geistlichen Notstand. Wie viel mehr müssen wir von ihm, über seinen Geist lernen, der uns motivieren und in Bewegung versetzen sollte! Martin Luther übersetzt: „Er fing eine lange Predigt an“ und das tat er auch wirklich, denn sie dauerte bis zur Dämmerung an.

Lasst uns nicht anhalten … Was biete ich an? … ENTSCHIEDENHEIT

Freunde, es ist Zeit von unserer missverstandenen Leitung aufzuwachen, welche mit beispielloser Geschwindigkeit fortschreitet, mit vollen Kalendern und goldenen Körben welche auf ein gutes äußeres Erscheinungsbild abzielt. Man bringt uns dazu, Ehre, Titel und Positionen anzustreben und unvorstellbare Anstrengungen zu unternehmen, um sie zu erreichen.

Liebe Brüder, die Menschenmenge braucht keine solche Führungskräfte: man hat Zeit für alles Dringende, jedoch nicht für das wichtigste, nämlich die Personen, die Gott in seiner souveränen Vorhersehung in unser Leben gestellt hat.  Es wäre besser arme Körbe zu haben (denn diese ernähren nicht), sondern das Wunder, welche sie in sich tragen, sättigt die Menschenmenge.

Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: »Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen! Römer 10:14-15

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